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Elternbrief an die Vorschulkinder

15. 01. 2021

Liebe Eltern der Vorschulkinder,

 

wir hoffen euch und euren Kindern geht es gut. Wie ihr ja wisst dürfen durch Corona die meisten Kinder nicht in den Kindergarten, was wir alle sehr bedauern.  Wir wissen, dass diese schwierige Situation nicht leicht für euch ist. Weshalb wir euch auf diesem Wege etwas Mut machen und euch ein paar Anregungen für den Alltag geben möchten.

Eure Kinder haben jetzt einige Zeit den Kindergarten besucht, dabei haben sie vieles gelernt und erlebt. In diesem Jahr ist es so weit. Eure Kinder sind Vorschulkinder und bereit für den nächsten großen Schritt: „Die Schule“.

Leider können wir in diesem Kindergartenjahr die Kinder nicht auf diesem Weg dorthin begleiten. Zumindest nicht so wie wir es uns vorgestellt haben. Wir wissen aber, dass alle Vorschulkinder bereit sind diesen Schritt zu gehen. Einige Eltern haben dabei bedenken, da ihr Kind dieses Kindergartenjahr nicht so viel lernt und den Kindergarten verpasst. Aber darüber braucht ihr euch nicht allzu viele Gedanken machen. Denn eure Kinder lernen auch ganz viel aus ganz alltäglichen Situationen. Und genau in diesen könnt ihr als Eltern sie unterstützen und fördern.

Vorweg möchten wir noch sagen, dass es der falsche Weg ist, seinem Kind vor dem Schulbeginn lesen und schreiben beizubringen. Es gibt zwar Kinder – vor allem Zweitgeborene – die das selbstständig lernen wollen, aber für die meisten Kinder macht es mehr Sinn, wenn sie die „Vorarbeit“ für diese Fähigkeiten gut trainieren.

Ein Kind, welches die Zahlen von 1 – 50 auswendig gelernt hat ist noch kein Mathegenie, es hat lediglich eine gute Merkfähigkeit.

Mit Zahlen gut umgehen kann z.B. ein Kind, welches weiß, welche Zahl vor der Zahl 8 kommt. Diese Kinder haben die Zahlenreihe „verstanden“.

Wir haben ein paar Übungen und Gedanke zusammengetragen, die wir euch an die Hand geben möchten. Dabei können die Kinder gefördert, aber nicht überfordert werden. Falls ihr Fragen habt oder euch austauschen wollt, könnt ihr gerne auch anrufen.

Grundsätzlich lernt ein Kind bei Allem, was es mit den Händen und dem Körper macht. Fernsehen und elektrische Geräte sind die schlechtere Variante und sollten sehr stark eingeschränkt sein.

 

„Nicht alle Kinder Lernen das Gleiche zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise!“ – Kathy Walker


Bei der Essenssituation könnt ihr euer Kind selbst das Essen kleinschneiden lassen, oder das Brot selber mit Butter oder Marmelade bestreichen lassen. Für uns Erwachsenen sind solche einfachen Dinge selbstverständlich doch für Kinder ist dies noch ein Prozess des Lernens. Dabei lernen sie zum Beispiel wie viel Kraft sie auf die Hand ausüben. Dies ist die beste Vorübung fürs Schreiben.

Auch beim Einkaufen können die Kinder miteinbezogen werden, indem sie zum Beispiel etwas im Supermarkt holen dürfen wie zwei Äpfel, fünf Bananen und drei Gurken. Dabei lernen sie nicht nur das Zählen und alltägliche Begriffe sondern sie erfahren auch, dass ihnen etwas zugetraut wird. Auch beim Bäcker oder Metzger könnt ihr euer Kind miteinbeziehen, in dem ihr bestellen oder bezahlen lasst.

 

Das Treppensteigen eignet sich perfekt um Zählen zu üben. Bei jeder Stufe, die man geht zählt man laut mit. Ihr könnt als Begleiter dienen und jede Stufe mitgehen und mitzählen. Damit euer Kind die Zahlenreihe besser versteht könnt ihr auch immer wieder eine Stufe zurückgehen, und fragen welche Zahl vorher kommt. Oder auch wenn ihr eine Stufe überspringt könnt ihr euer Kind fragen, welche Zahl danach kommt.

Euer Kind kann euch auch beim Zusammenlegen der Wäsche helfen, indem sie zum Beispiel Socken nach Paaren sortieren und dabei auf die Farben und Muster achten, dies schult die Wahrnehmung der Kinder. Auch kann es die Wäsche danach sortieren, wem sie gehört. Mama? Papa? Oder doch mir selbst? Eine weitere gute Übung ist es, die Socken nach der Größe, also vom Größten zum Kleinsten oder umgekehrt, zu sortieren.

Wenn ihr eurem Kind etwas vorlest und das Vorgelesen dann dem Kind nacherzählen lässt dann wird die Konzentration gefördert und der Wortschatz wird gestärkt. Diese Übung ist eine Vorübung für das spätere Aufsatz schreiben, denn dabei wird die Fantasie angeregt und das nacherzählen nach der richtigen Reihenfolge wird geübt.
Dabei ist immer wichtig, das ihr euer Kind dazu anregt, dass es in ganzen Sätzen spricht, denn in der Schule wird dies auch gefordert.  Achtet bitte auch immer darauf, dass euer Kind deutlich und klar spricht.

 

Auch Spiele wie Memory, Mensch ärgere dich nicht und Co fördern die Konzentration, die Wahrnehmung und das Mathematische Verständnis der Kinder.

Wörter wie links, rechts, oben, unten, vorne und hinten sind wichtig für die Kinder um sich in der Schule zurecht zu finden. Diese könnt ihr beim gemeinsamen Tischdecken verwenden, wenn ihr den Kind sagt, wo welche Sachen am Tisch Platz finden sollten. Für die Schule ist das wichtig, denn oft beschreiben die Lehrer mit diesen Wörtern, wo die Kinder etwas finden, zum Beispiel eine Aufgabe am Blatt ist links unten.

 

Um die Feinmotorik zu stärken eignet sich auch das Schleifen binden z.B. an Schuhen. Denn eure Kinder werden bestimmt irgendwann Schuhe haben, die anstatt eines Klettverschlusses, Schnurrsenkel haben werden. Außerdem gehört das Schleife binden zu den Grundfertigkeiten, die jeder beherrschen sollte.

 

Eine Minute lang still sein und zuhören, was man in der Umgebung alles hört (z.B. Uhr ticken, verbeifahrende Autos, Wind) und dies dann beschreiben schult die Aufmerksamkeit und die Konzentration.

 

Der Winter eignet sich perfekt um die Grobmotorik der Kinder zu stärken. Denn im Schnee muss man immer aufs Gleichgewicht achten und aufpassen, dass man nicht hinfällt. Beim Schlittenfahren muss man ganz viele Muskeln anspannen, damit man überhaupt losfahren kann. Vor allem bei den „Rutscherl“ muss man auch eine bestimmte Taktik und die nötige Körperspannung haben, damit man überhaupt rutschen kann.  Und bei einer Schneeballschlacht kann es auch einmal sein, dass man auf einem Bein stehen muss.

 

Wie ihr seht gibt es so viele kleine Dinge, die eure Kinder auf das Schulleben vorbereiten. Und wenn ihr eure Kinder auf diesem Weg begleitet und unterstützt dann schaffen sie diesen Weg in die Schule.  Eure Kinder sind die „Großen“ im Kindergarten und dies merkt man auch in solchen schwierigen Zeiten, dass sie bereit für die Schule sind.

 

Also habt Mut und unterstützt eure Kinder auf diesem Weg & vergesst dabei den „Spaß“ nicht J

 

Hoffentlich sehen wir uns bald wiederJ
 

 
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